Category: Barcelona

Das verfluchte Raum-Zeit-Kontinuum in Barcelona

Laberinto de Horta, Barcelona

Laberinto de Horta, Barcelona

„Veränderung ist am Anfang hart, in der Mitte chaotisch und am Ende wunderschön.“

Unbekannt

Ich habe schon beim letzten Post angekündigt, dass er anders wird als das, was ich normalerweise schreibe. Und auch dieser wird kein Reisebericht über irgendeinen Ort, den ich vor Kurzem besucht habt und auch nur entfernt ein Update über die Zeit in Barcelona und das neue Leben, das ich mir ausgesucht habe, auch wenn mir so viele Leute in den Ohren liegen, weil es genau das ist, was sie am meisten interessiert. Ich kann euch zumindest etwas beruhigen, dieser Post beschreibt eigentlich schon einen Großteil des Lebens in Barcelona, auch wenn ich ihn gar nicht so auslegen wollte. Nennen wir es Tatsachenbericht.
*Für die Fotos (ja, er durfte Fotos von mir machen :D) haben wir extra das Labyrinth von Horta aufgesucht und da mein Chaos-Köpfchen mir die ganze Zeit nur gefolgt ist, haben wir uns dank meiner Orientierung dort drin tatsächlich verlaufen, was aber auch der Sinn der Sache war. Genauso wie wir uns im Labyrinth verliefen, verlaufen wir uns jeden Tag im Raum-Zeit-Kontinuum.

Schatzkistensammlung

©P. Mader, *siehe ganz unten!

©P. Mader, *siehe ganz unten!

Ich habe schon immer viel geschrieben. Tagebuch, Geschichten, nun Blog, haufenweise Zettel voller Gekritzel, Gedanken, Erinnerungen. All das bewahre ich in einer Schatzkiste auf. Andere tun vielleicht Gegenstände in so eine Kiste, ich habe ein reines Zettelchaos dort drin. Texte auf deutsch, französisch, spanisch, englisch und teilweise findet sich auch ein Schriftstück auf rumänisch an. Ich bezeichne es als Schatzkistensammlung, weil diese Papiersammlung mich ausmacht. Meine größten materiellen Schätze stehen sowieso im Bücherregal, jedoch die kleinen, die allerkleinsten, die Details, die kennt niemand anderes als diese Kiste.

Barcelona: Einfach so…

IMG_20180708_012618_877

Dinge „einfach mal so“ zu tun, davor fürchtet sich die Welt. Wir fürchten uns vor den Konsequenzen, die meistens weitreichender sind, als wir es in diesem Moment annehmen. Und doch gibt es so vieles, was man viel öfter einfach so tun sollte. Einfach so die Eltern anrufen und fragen, wie es ihnen geht, einfach so der älteren Dame über die Straße helfen, einfach so eine wildfremde Person anlächeln. Und dann gibt es mich. Ich ändere einfach so mal eben mein Leben.

Final Countdown: What I will miss

IMG_20150928_153848

Die absolut allerletzte Woche in Barcelona hat begonnen. Ich muss sagen, die Weihnachtspause zu Hause hat mir sehr gut getan. Ich war vor Weihnachten nicht mehr so wirklich ich selbst. Es war zu viel. Diese Stadt bombardiert mich jeden Tag, die Arbeit in der Sprachschule ist anstrengend und kräftezehrend, die spanischen Arbeitszeiten bin ich nicht gewohnt. Ich konnte nicht mehr. Obwohl es doch eigentlich mein Geschenk an mich selbst ist und ich die Zeit in Barcelona genießen wollte, jede Sekunde davon. Das habe ich nicht ganz geschafft, daher kam die Energieaufladung zu Weihnachten gerade richtig.