Brother-Sister-Time!

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Was würde man eigentlich ohne Geschwister machen? Ich wüsste es nicht. Neulich wurde mir im absoluten Trend-Café von Leipzig gesagt, dass Geschwister einen nur herunterziehen, weil vor allem kleinere Brüder oder Schwestern die Individualität stören. Seitdem ist mir dieses Café nicht mehr trendy genug und durch diese doch sehr verstörende und beunruhigende Aussage das Bedürfnis entstanden, einen eigenen Post darüber zu schreiben. Einen Post über meinen Bruder.

Exams! – The drama is over

©Kerstin Fiedler, Neukloster

©Kerstin Fiedler, Neukloster – Happy life, exams done!

Frisch gebacken aus Barcelona zurück ging es direkt weiter im Programm. Die Prüfungen standen vor der Tür, Hausarbeiten mussten geschrieben und abgegeben werden. An jedem Semesterende wird dieses Drama zur Qual. Leider bin ich meistens der Typ von „Oh, verdammt, ich muss noch lernen.“ und nicht, wie es vorbildlicherweise sein sollte, von „Ich setze mich jetzt hin und lerne schon mal früher als sonst.“. Ein disziplinierterer Mensch bin ich erst seit Februar 2014, dieses Semester hat das zum Glück besser funktioniert.

Final Countdown: What I will miss

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Die absolut allerletzte Woche in Barcelona hat begonnen. Ich muss sagen, die Weihnachtspause zu Hause hat mir sehr gut getan. Ich war vor Weihnachten nicht mehr so wirklich ich selbst. Es war zu viel. Diese Stadt bombardiert mich jeden Tag, die Arbeit in der Sprachschule ist anstrengend und kräftezehrend, die spanischen Arbeitszeiten bin ich nicht gewohnt. Ich konnte nicht mehr. Obwohl es doch eigentlich mein Geschenk an mich selbst ist und ich die Zeit in Barcelona genießen wollte, jede Sekunde davon. Das habe ich nicht ganz geschafft, daher kam die Energieaufladung zu Weihnachten gerade richtig.

Wanderlust

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Neues Jahr, beste Zeit, um alles anders werden zu lassen. Zumindest nimmt man sich das immer vor. Bei mir startet das neue Jahr einmal kurz mit einem FRÜHER. Früher war ich anders. Ganz anders. Wollte mich am liebsten verkriechen, auf keinen Fall das Haus verlassen. Heute will ich überall hin, mir alles ansehen, wenn mir ein Ort gefällt, wie beispielsweise Barcelona, eine Weile bleiben, aber dann weiter ziehen. Das ist die junge Pflanze, die jahrelang gebraucht hat, um endlich Blüten zu bekommen. Sie ist neugierig und aufgeregt, manchmal mehr als mein Herz das für den Moment verarbeiten kann. Aber ich bin glücklich, dass ich anders geworden bin. Und im neuen Jahr kann ich dieses Anders-Sein noch mehr ausleben.

Christmas in Germany

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EDIT: Die Bilder sind nicht die Besten geworden, ich sollte mir die Anschaffung einer ordentlichen Kamera überlegen.

Mein Praktikum in Barcelona ist zwar noch nicht ganz vorbei, allerdings habe ich es mir nicht nehmen lassen, für das Weihnachtsfest nach Hause zu meiner Familie zu fahren. Weihnachten in Deutschland ist immer noch eine Sache, die man mir nicht ersetzen kann. Nirgendwo anders gibt es eine solche Weihnachtszeit wie in meiner Heimat. Zumindest verglichen mit Frankreich (wo ich Weihnachten direkt verbracht habe) und Katalonien (wo ich den ganzen Vorweihnachtshype mitbekommen habe). Vielleicht gibt es Länder, in denen Weihnachten noch besinnlicher und schöner zugeht als in Deutschland, aber ich trage meine Heimat eben doch irgendwo in mir, auch wenn mir das nicht immer gefällt.

Horses and happiness in my heart

No words needed. Only happiness

No words needed. Only happiness

EDIT: Dieser Post ist persönlicher geworden als ich das geplant hatte, ich konnte mich eben noch nie kurzfassen. Thema: Jeder Mensch hat etwas Bestimmtes, was ihn glücklich macht, ich habe meinen Lebenszucker gefunden. Voilà, ein Post über Pferde. Und meine Gedanken über sie, die eigentlich niemand so richtig verstehen kann, am wenigsten ich selbst.

Wie schon vorher in Irland war ich auch hier in Barcelona reiten. Es war nicht besonders einfach, etwas zu finden, jedoch bietet Barcelona ja zum Glück eine wunderschöne Umgebung. Unser abenteuerlicher Ausritt führte direkt durch das Gebirge und den für die Katalanen heiligen Berg Montserrat. Absolut atemberaubend und wunderschön. Mein Pferd hieß Joker – und hatte einen ganzen Hummelschwarm im Hintern. Wir kamen aber sehr gut miteinander aus, ich musste immer lachend feststellen, dass er mich unbedingt erziehen wollte. Beruhigen ließ er sich nicht so leicht, spanischer Araber eben. Aber er hat gut auf mich aufgepasst, ich mochte seinen Charakter.

Gaudí, Miro, Picasso, Dalí – Barcelona means art, art, art!

©Lydia Gerber, Hamburg. Casa Battló

©Lydia Gerber, Hamburg. Casa Battló

Kunst interessiert dich nicht? Das habe ich auch gedacht, bevor ich nach Barcelona gefahren bin. Ich kann weder malen noch zeichnen noch irgendetwas Kreatives kreieren, bin maximal mit Hängen und Würgen in der Lage, die Komplementärkontraste herunterzubeten und war in der Schule im Kunstunterricht eher nur Deko. Ich male recht gerne. Problem: Es sieht nie gut aus. Farbkleckse. Hilflose Striche. Verzweiflung. Pinsel und Bleistift wegschmeißen. Mit den Händen weiterklecksen. Es beruhigt wenigstens. Mehr muss es auch nicht. Mit der Zeit habe ich meinen Perfektionismus ganz gut unter Kontrolle bekommen.

¿ Hablas alemán ?

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Vier Monate Sightseeing in Barcelona würden nicht reichen, um alles Sehenswerte zu erfassen. Da ist die Stadt mit ihren vielen Ausflugszielen, da ist die nähere Umgebung mit Stränden fernab von der Touristentraube, das Gebirge mit dem heiligen Berg Montserrat, umliegende Städte. Ich bin mir sicher, das ist noch nicht alles. Nächstes Mal dann. Ich bin hier natürlich nicht zum Spaß, das wäre „ein kleines bisschen“ teuer. Also – was mache ich hier eigentlich?

The City of Barcelona

Above the roofs of Barcelona - my actual home until january.

Above the roofs of Barcelona – my actual home until january 2016

Mein derzeitiges Leben hat mich nach Barcelona verschlagen, ich lebe hier für vier Monate aufgrund eines Praktikums. Die Stadt ist der Wahnsinn und ich entdecke jeden Tag neue Details, über die man staunen kann. Ich bin jetzt fast seit zehn Wochen hier. Natürlich habe ich noch nicht alles von der Stadt gesehen, das ist nicht möglich, aber es war Zeit genug, um Lieblingsplätze ausfindig zu machen, die gängigen Touristenziele zu erkunden und einfach sagen zu können: Ja, die Stadt gefällt mir.

Throwback: The magic of Ireland

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Atlantic Coast – Ring of Kerry

Wir hatten die Schnapsidee, nach Irland zu fahren, weil das erste, was man in Deutschland über Irland hört, die atemberaubende Landschaft ist. Ich mag es zwar auch, Städte anzugucken und hübsch zu finden, aber ich komme eben doch aus einem kleinen Dorf vom Land. Sicherlich würden meine Eltern jetzt sofort sagen, dass ich mich lieber drinnen als draußen aufhalte und mein Freund, dass ich manchmal nicht aus dem Bett wegzubewegen bin, aber bei Irland wurde dieses Prinzip über den Haufen geworfen. Anscheinend bin ich ja doch im Herzen ein Dorf- und Küstenkind, Perlentaucher und Sandmädchen. Die Ostsee ist mit Irlands Küste oder dem Atlantik zwar nicht zu vergleichen, aber die Weiten des Atlantischen Ozeans haben meinem Herzen gezeigt, wo ich herkomme und dass Dinge nicht groß sein müssen, um „mein Ding“ zu sein. Irland ist auch nicht besonders groß, bei vielen Städten habe ich mich sogar gefragt, ob das jetzt alles von der Innenstadt gewesen ist. Aber es ist weit. Sehr weit. Ohne Auto aufgeschmissen zu sein kenne ich auch von der Ostsee, von meiner Heimatregion Mecklenburg-Vorpommern.