Category: Irland

Throwback: The magic of Ireland

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Atlantic Coast – Ring of Kerry

Wir hatten die Schnapsidee, nach Irland zu fahren, weil das erste, was man in Deutschland über Irland hört, die atemberaubende Landschaft ist. Ich mag es zwar auch, Städte anzugucken und hübsch zu finden, aber ich komme eben doch aus einem kleinen Dorf vom Land. Sicherlich würden meine Eltern jetzt sofort sagen, dass ich mich lieber drinnen als draußen aufhalte und mein Freund, dass ich manchmal nicht aus dem Bett wegzubewegen bin, aber bei Irland wurde dieses Prinzip über den Haufen geworfen. Anscheinend bin ich ja doch im Herzen ein Dorf- und Küstenkind, Perlentaucher und Sandmädchen. Die Ostsee ist mit Irlands Küste oder dem Atlantik zwar nicht zu vergleichen, aber die Weiten des Atlantischen Ozeans haben meinem Herzen gezeigt, wo ich herkomme und dass Dinge nicht groß sein müssen, um „mein Ding“ zu sein. Irland ist auch nicht besonders groß, bei vielen Städten habe ich mich sogar gefragt, ob das jetzt alles von der Innenstadt gewesen ist. Aber es ist weit. Sehr weit. Ohne Auto aufgeschmissen zu sein kenne ich auch von der Ostsee, von meiner Heimatregion Mecklenburg-Vorpommern.

Throwback: Irish people

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Jeder redet gut von den Iren, das haben wir schon vor unserem Trip mitgekriegt. Nett sind die da, ein süßes und gemütliches Völkchen, am liebsten betrunken. Das Leben findet da wirklich im Pub statt. Man würde dort wahrscheinlich nicht einmal seine Nachbarn kennen, wenn man sie nicht jeden Tag im Pub trifft. Die Iren sind sehr kontaktfreudig. Nahezu jeder, den wir getroffen haben, hat mit uns ein Gespräch angefangen und wollte aufrichtig wissen, woher wir kommen, was wir hier machen, wie lange wir bleiben und ob uns das Land gefällt. Ich habe noch nie so nette Menschen getroffen, die ehrlich und offen daran interessiert sind, dass es dir gut geht.

Throwback: Horseriding in Clifden

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Letzte Station: Clifden. Ziemlich weit im Norden von Connemara. Wir wollten unbedingt ins landschaftlich schöne Connemara und haben uns deshalb Clifden ausgesucht. Außerdem wollte ich dort reiten. Das ist ein bisschen mein Tick. Egal, wo ich bin – reiten! Ich bin früher jahrelang geritten, habe dann aber leider aus verschiedenen Gründen aufgehört. Es erinnert mich an meine Kindheit als ich Pferdefiguren gesammelt und meine Wände mit Pferdepostern tapeziert habe. Ein Pferd ist der beste Freund des Menschen (Hunde sind mir viel zu treudoof) und wenn ein Pferd dir einmal vertraut, tut es das sein Leben lang. Diese Tiere sind hochintelligent und ich liebe es, mit ihnen zu kommunizieren. Umso genialer war es dann auch, dass es in Clifden funktioniert hatte. Die Besitzerin des Hostels hat sich darum gekümmert, dass ich noch am selben Abend einen Ausritt in einer Gruppe durch die Umgebung unternehmen konnte. Direkt am Strand entlang bei Ebbe und Sonnenuntergang. Wenn man das vorher noch nie gemacht hat, ist so was absolut atemberaubend. Für mich war es das Beste des gesamten Irland-Trips. Mein Pferd hieß Boots, ja, auf gut Deutsch Stiefel. Er war ein genügsames Pferd, ein bisschen faul vielleicht, aber wir kamen gut miteinander zurecht. Ich mag es, die verschiedenen Charaktere von Pferden zu beobachten.

Throwback: Claddagh Rings and not enough time in Galway

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Auch in Galway haben wir nur eine Nacht verbracht, dabei wurde uns die Stadt viel mehr empfohlen als beispielsweise Limerick. Ich glaube, wir sind bei unserem Zeitplan immer nur danach gegangen, was man sich alles Sehenswertes ansehen konnte. Und anscheinend gab es da für Galway nicht wirklich viel. Wie auch immer, wir haben uns natürlich die Stadt angesehen, eine obligatorische Stadtrundfahrt gemacht und waren ein bisschen bummeln. Galway ist niedlich, musste sich seinen Charme aber erst verdienen, ich habe lange gebraucht, um die Stadt schön zu finden. Das Beste war die Bettwäsche im Hostel. Es war mal wieder zu wenig Zeit, um komplett zu versinken.

Throwback: Walking along the Cliffs of Moher

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Doolin ist winzig und eigentlich nur ein Ziel für Touristen, weil es in der Nähe der Cliffs of Moher liegt. Man findet dort ein Hostel neben dem nächsten, sogar Busse fahren dort, obwohl der Ort nicht einmal einen vernünftigen Supermarkt besitzt. Wir sind dort zwei Nächte geblieben, weil wir einen ganzen Tag Zeit für unsere Wanderung zu den Klippen nehmen wollten. Unglücklicherweise hat es an diesem Tag in Strömen geregnet und wir haben gemerkt, dass es doch seine Nachteile hatte, im Vorfeld alles zu buchen. Wir haben so viele Leute kennen gelernt, die einfach immer erst vor Ort geguckt haben, was es für Übernachtungsmöglichkeiten gab und die sich vorher keine Gedanken gemacht haben. Das hatten wir in Deutschland auch überlegt, jedoch zuerst relativ viel Angst davor gehabt, letztendlich keine zwei Betten mehr in einem Hostel zu finden, weil alles ausgebucht ist. Irland hat sich als das Trend-Reiseziel 2015 herausgestellt und alle Hostelbetten waren so gut wie jede Nacht belegt. Wir wären gerne noch etwas länger in Doolin geblieben, hatten unseren Plan aber so getaktet, dass es am nächsten Tag schon gleich weiter nach Galway ging. Wenn du viel sehen möchtest, musst du eben Kompromisse machen.

Throwback: The old fire of Limerick

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Rucksack wieder gepackt, Postkarten im Gepäck, weiter geht’s. Nächstes Ziel: Limerick. Alle haben gesagt, dass Limerick hässlich ist, furchtbar schmutzig und einfach nicht schön. Wir haben aus diesem Grund dort nur eine Nacht eingeplant. FEHLENTSCHEIDUNG. Ich teile diese Meinung absolut nicht. Wir haben zugegebenermaßen nicht besonders viel von Limerick gesehen, aber das, was wir gesehen haben, fanden wir nicht hässlich. Eher etwas verbraucht und abgenutzt, aber stark und kraftvoll. Information eines Taxifahrers: Limerick ist uralt. Stammt aus Zeiten der Wikinger. Und war Vorlage für New York City. Limerick kann nicht so mies sein, wenn es als Modell für den Bau DER Weltmetropole genommen wurde. Ich hatte das vorher nicht gewusst.
Wir haben hier in einem Hotel geschlafen und nicht wie in den anderen Städten in Hostels. Die schien es in Limerick nicht zu geben, ist nicht so der Touristenknotenpunkt. Das Hotel war auch ziemlich außerhalb, was bedeutete: Taxi fahren. Ich mochte das in Irland immer sehr gerne, mit einem Taxi unterwegs zu sein, weil alle Taxifahrer mit uns ein Gespräch begonnen und teilweise auch Hintergrundinformationen herausgerückt haben. Das hat sich gelohnt, denn sonst hätten wir niemals von unserem Ausflugsziel in Limerick erfahren. Bunratty Village. Meiner Meinung nach einer der besten Orte, die wir gesehen haben. Absoluter Wiederholungsbedarf.

Throwback: Cork – nagged and … really corky

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Es hat einen sehr bitteren Beigeschmack, nach den Ereignissen in Paris einfach so im Kontext zum Thema Irland weiterzugehen. Natürlich beschäftigen mich solche Dinge, jedoch finde ich auch, dass es nichts nützt, sein Facebook-Profilbild mit der französischen Flagge zu kombinieren, alles stillzulegen und in Staatstrauer zu verfallen. Frankreich ist in meinem Herzen und ich bin schockiert und fassungslos. Es passieren jeden Tag so schlimme Dinge, nun redet die ganze Welt über Frankreich, damit es etwas zu reden gibt. Ich rede meistens nicht mit, sondern denke mir meinen Teil. Es macht für mich keinen Sinn, dass sogar Youtube jetzt auf Blau-Weiß-Rot setzt. Damit helfen wir den Franzosen überhaupt nicht.

Throwback: Dublin – washy cuteness of Ireland

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Mit meiner besten Freundin mache ich jedes Jahr Urlaub, irgendeinen Trip, um uns ein Land anzusehen. Zumindest haben wir das für die nächsten Jahrzehnte vor. Dieses Jahr ging es auf die grüne Insel. Das war kurz nach meinem Urlaub in Paris, Romy ständig unterwegs. Mit meiner besten Freundin Lydie (eigentlich Lydia, Lydie sagen darf nur ich!) Urlaub zu machen ist mega entspannend und unkompliziert, habe ich festgestellt. Wir interessieren uns im Großen und Ganzen für die gleichen Dinge und kennen uns schon ewig lange (dieses Jahr sind es 11 Jahre Jubeljubiläum, I love you, mein FÜCHSLEIN, by the way!), um genau zu wissen, wann wer Zeit für sich braucht und wann man besser den Mund hält.